PODOTHERAPIE

Podotherapie ist eine Erweiterung der Physiotherapie und meint die Anpassung und das Tragen von podologischen Einlagen. Der Fuß steht als Basis des Körpers im Mittelpunkt dieses ganzheitlichen Therapieansatzes.

Wie wirkt Podotherapie?
Mit Podothearpie ist die Verknüpfung von therapeutischen Interventionen mit dem Tragen einer sehr aktiven Einlagenform gemeint. Damit werden mit Hilfe von hauchdünnen Korkelementen Muskelketten aktiviert oder gehemmt und der gesamte Bewegungsapparat wird somit in ein funktionelles Gleichgewicht gebracht. "Gesunde" Bewegungsabläufe sollen wieder hergestellt oder die fehlerhaften Abläufe soweit wie möglich korrigiert werden.
Dabei werden die Füße in Wechselwirkung mit dem Bewegungsapparat gesehen und behandelt - dies wirkt sich auch maßgeblich auf den Therapie- und Trainingserfolg aus.

Die Einsatzgebiete der Podotherapie sind:

  • Fußfehlstellungen (Knick-, Senk-, Platt-, Spreiz- oder Hohlfüße, Hallux Valgus,...)
  • Vorfuß- und Fersenschmerzen (Fernsensporn)
  • Knie- oder Hüftschmerzen bzw. Knie- oder Hüftfehlstellungen
  • Rücken- oder Kopfschmerzen
  • Beckenschiefstand
  • Skoliose
  • funktionelle Beinlängendifferenz
  • und vieles mehr

Die Anpassung erfolgt in mehreren Schritten:

  • Fußabdrücke im Stehen und Gehen (!)
  • computergestützte Analyse des Gangbildes bzw. Laufbildes (Gelenkstellungen auch oberhalb des Fußes werden interpretiert)
  • Funktions- und Mobilitätstest
  • Statik- und Haltungsanalyse
  • Austestung der Elemente direkt vor Ort am Podoskop (Fußspiegel), um die Reaktionen unmittelbar zu kontrollieren
  • Schuhvermessung und -kontrolle hinsichtlich des individuellen Problems
  • Auswertung und Interpretationen der gesamten Daten und Erstellung eines Behandlungs-, Trainings- und/oder Einlagenplans 
Der Unterschied zur herkömmlichen Einlage:

Die proprioceptiven Einlagen (sensomotorische Einlagen) sind mit orthopädischen Einlagen, die den Fuß nur stützen, nicht vergleichbar. Im Zuge der Podotherapie wird neben der Einlage auch eine Ursachenerkennung gemacht. Damit ist das Erkennen des funkionellen Problems - meist eine Verkettung verschiedenster Ursachen - gemeint. Es wird zwischen "absteigenden" Ursachen (z.B.: vom Kiefer, der Wirbelsäule oder Becken) und "aufsteigenden" Ursachen (z.B.: Knick-, Senk- oder Plattfuß) unterschieden. Die Sohlen dürfen ausschließlich von Physiotherapeuten mit Zusatzausbildung angepasst werden und ebenso ausschließlich nur von Orthopädieschuhmachern und Orthopädiethechniker angefertigt werden. 

Physiotherapeutin Nadine Thaler (0676/83244251) ist dafür Ihre Ansprechpartnerin im W4.med Ordinationszentrum.

Foto (1): Sabine Preissl

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